Abwassergrenzwerte 


 

Grenzwerte Schweiz


Zulässige Abwassergrenzwerte aus der eidg. Verordnung über Abwassereinleitung vom
8. Dez. 1975 (Stand 1.Okt. 1991)

      in Gewässer
in Kanalisation
Temperatur   oC 30 60
Gesamte gelöste Stoffe   mg/l 20 *
Absetzbare Stoffe   ml/l 0.3 *
pH-Wert     6.5-8.5 6.5-9.0
Sauerstoff O2 mg/l 6 -
Oberflächenspannung   dyn/cm > 60 *
Aluminium Al mg/l 10 20
Arsen As mg/l 0.1 0.1
Barium Ba mg/l 5 *
Blei Pb mg/l 0.5 0.5
Bor B mg/l * *
Cadmium Cd mg/l 0.1 0.1
Chrom lll Cr3+ mg/l 2 2
Chrom Vl Cr6+ mg/l 0.1 0.1
Eisen Fe mg/l 2 20
Kobalt Co mg/l 0.5 0.5
Kupfer Cu mg/l 0.5 1
Nickel Ni mg/l 2 2
Quecksilber Hg mg/l 0.01 0.01
Silber Ag mg/l 0.1 0.1
Zink Zn mg/l 2 2
Zinn Sn mg/l 2 2
Aktivchlor CL2 mg/l 0.05 0.5-3.0
Aktivbrom Br2 mg/l 0.1 1-3
Ammoniak/Ammonium NH3/NH4+ mg/l * *
Chlordioxid ClO2 mg/l 0.02 0.5-3
Chloride Cl mg/l * *
Cyanide CN mg/l 0.1 0.5
Fluoride F mg/l 10 10
Nitrate NO3 mg/l * *
Nitrite NO2 mg/l 1 10
Phosphor gesamt P mg/l 0.8 *
Sulfate SO42- mg/l * 300
Sulfide S2 mg/l 0.1 1
Sulfite SO32- mg/l 1 10
DOC c mg/l 10-15 *
COD   mg/l * *
BSB5 O2 mg/l 20 *
Verseifbare Fette/Oele Hg mg/l 20 -
Ges. Kohlenwasserstoff   mg/l 10 20
Chlorierte Lösungsmittel COD mg/l 0.1 0.1

 

* Für diese Parameter können von den Kantonen von Fall zu Fall Grenzwerte erlassen werden.

Grenzwerte Oesterreich

Zulässige Abwassergrenzwerte aus der Verordnung über Abwassereinleitung vom
19. April 1997


A.1 Allgemeine Parameter

        Fliessgewässer
Kanalisation
1. Temperatur   oC 30 35
2. Toxizität        
2.1 Algentoxizität GA     a -
2.2 Bakterientoxizität GL     a -
2.3 Daphnientoxizität GD     a -
2.4 Fischtoxizität GF     <2/b -
2.5 Beeinträchtigung der biol. Abbaubarkeit       c
3. Abfiltrierbare Stoffe mg/l 30
(50 bei betrieblichen Abwässern mit vorwiegend ungelösten anorganischen Stoffen)
keine Beeinträchtigung des Betriebes von Kanalisations- und Abwasserreinigungsanlage
4. Absetzbare Stoffe   ml/l 0.3 10 oder keine den Kanalisationsbetrieb beeinträchtigenden Ablagerungen
5. pH-Wert     6.5-8.5 6.5-9.5

 



A.2 Anorganische Parameter

        Fliessgewässer
Kanalisation
6. Aluminium Al mg/l 2.0 durch absetzbare Stoffe begrenzt
7. Arsen As mg/l 0.1 0.1
8. Barium Ba mg/l 5.0 5.0
9. Blei Pb mg/l 0.5 0.5
10. Cadmium Cd mg/l 0.1 0.1
11. Chrom-gesamt Cr mg/l 0.5 0.5
12. Chrom Vl Cr mg/l 0.1 0.1
13. Cobalt Co mg/l 1.0 1.0
14. Eisen Fe mg/l 2.0 durch absetzbare Stoffe begrenzt
15. Kupfer Cu mg/l 0.5 0.5
16. Nickel Ni mg/l 0.5 0.5
17. Quecksilber Hg mg/l 0.01 0.01
18. Silber Ag mg/l 0.1 0.1
19. Zink Zn mg/l 2.0 2.0
20. Zinn Sn mg/l 2.0 2.0
21. Freies Chlor CL2 mg/l 0.2 0.2
22. Gesamtchlor CL2 mg/l 0.4 0.4
23. Amonium N mg/l 10 d
24. Chlorid CL   durch GA, GD, oder GF begrenzt -
25. Cyanid, leicht freisetzbar CN mg/l 0.1 0.1
26. Fluorid F mg/l 10 20
27. Nitrat N   a -
28. Nitrit N mg/l 1.0 10
29. Gesamt-Phosphor P mg/l 2 / e -
30. Sulfat SO4 mg/l a 200, im Einzelfall nach Baustoffen und Mischungsverhältnissen im Kanal höhere Werte zulässig
31. Sulfid S mg/l 0.1 1
32. Sulfit SO3 mg/l 1.0 10

 



A.3. Organische Parameter

        Fliessgewässer
Kanalisation
33. Ges. org. geb. Kohlenwasserstoff, TOC C mg/l 25 -
34. Chem. Sauerstoff- O2 mg/l 75 -l
35. Biochem. Sauerstoff- O2 mg/l 20 -
  bedarf, BSB5        
36. Adsorb. org. geb. Halogene, AOX Cl mg/l 0.5 0.5
20 100        
  Stoffe        
38. Summe der Kohlenwasser- mg/l 10 20  
  stoffe        
39. Ausblasbare org. geb. Cl mg/l 0.1 0.1
  Halogene, POX        
40. Phenolindex Phenol mg/l 0.1 10
41. Summe anion. und nichtion Tenside   mg/l 1.0 keine nachteilige Beeinflussung des Kanal- und Klärbetriebes
42. Summe d. flücht. aromat. Koh- mg/l 0.1 0.1  
  lenwasserstoffe Benzol, Toluol        
  und Xylole, BTX        

 

a) Im Bedarfsfall festlegen
b) im Rahmen der Fremdüberwachung gemäss § 7 Abs.3 bei begründetem Verdacht oder konkretem
Hinweis der fliessgewässerschädigenden Wirkung einer Abwassereinleitung, nicht jedoch im
Rahmen der Eigenüberwachung gemäss § 7 Abs.2 einzusetzen.
c) Eine Abwassereinleitung in eine öffentliche Kanalisation darf keine Beeinträchtigung der
biologischen Abbauvorgänge in der öffentlichen Abwasserreinigungsanlage hervorrufen. Eine
Beeinträchtigung biologischer Abbauvorgänge ist gegeben, wenn:
1. das Abwasser im Sauerstoffverbrauchshemmtest nach ÖNORM EN ISO 8192 Methode B
eine Hemmung des Sauerstoffverbrauches von grösser als 50% aufweist oder
2. das Abwasser im Nitrifikationshemmtest nach ÖNORM EN ISO 9509 eine Hemmung der
Nitrifikationsvorgänge von grösser als 50% aufweist.
Liegt bei einem Versuch gemäss Z1 oder Z2 das Versuchsergebnis unter dem jeweils genannten
Kriterium, ohne dass Verdacht der Beeinträchtigung der bilogischen Abbauvorgänge in der
Abwasserreinigungsanlage ausgeräumt werden kann, so ist mittels Bestätigungstest das Ergebnis
des Versuches gemäss Z1 oder Z2 abzusichern. Die Einzelheiten dieses Bestätigungstestes sind
von der Wasserrechtsbehörde unter Berücksichtigung der Gegebenheiten der Abwassereinleitung
derart festzulegen, dass Aussagen über die langfristige Beeinträchtigung des Abbauvermögens
und der Wachstumsverhältnisse der von der Einleitung betroffenen Biozönose der öffentlichen
Abwasserreinigungsanlage gewonnen werden können.
d) Im Einzelfall bei Gefahr von Geruchsbelästigung oder Korrosionsgefahr für zementgebundene
Werkstoffe im Kanalisations- und Kläranlagenbereich (ÖNORM B 2503, Sept. 1992) festlegen.
e) Im Einzugsgebiet von nationalen oder internationalen Seen ist die Anforderung auf wenigstens 1
mg/l zu verschärfen