Danaol 154


Anwendung


Anders als bei der Verwendung von Sulfiden oder Mercapto-Verbindungen reagiert Danaol154, bei einfacher Zugabe zum behandelnden Abwasser mit allen gängigen Schwermetallen in einem sehr breiten pH-Bereich, selbst wenn Komplexbildner im Abwasser vorliegen.

Vorgehen

Die vorliegenden Metallmengen sollten analytisch ermittelt werden. Das Abwasser wird auf den entsprechenden pH-Wert eingestellt, wobei im Rahmen der Möglichkeiten tendenziell eher höhere Werte angestrebt werden sollten. Dem Abwasser wird eine entsprechende Menge Danaol154 unter Umrührung zugegeben. Sollte es Anlagentechnisch möglich sein, sind Rührzeiten von 30 Minuten anzustreben, wobei schon nach 5 Minuten gute Resultate erzielt werden können. Nach Filtrierung wird das Abwasserwasser auf Restmetallmengen, bzw. auf Überschuss an Danaol154 geprüft.

Restmetallprüfung:

Erfolgt nach Zugabe eines Tropfen Danaol154 (10%ige Lösung) eine Einfärbung, sind noch Schwermetalle vorhanden.

Überschussprüfung:

Erfolgt nach Zugabe eines Tropfen Kupfersulfatlösung (0.1-1 g/l Cu) eine Einfärbung, ist Danaol154 im Überschuss vorhanden.

Ist noch Schwermetall vorhanden, muss Danaol154 nachdosiert werden. Überschüssiges Danaol154 kann durch Zugabe von Eisenverbindungen (Eisensulfat, Eisenchlorid) abgebunden werden.

Die entstandenen Feinflocken können mit Danag-Spaltmittel zu gut filtrierbaren Grossflocken kumuliert werden.



Zugabemengen

Chrom lll

pH 6

13.476 ml/g

Eisen ll

pH 6-9

8.369 ml/g

Kadmium

pH 6-14

4.157 ml/g

Kobalt ll

pH 6

7.93 ml/g

Kupfer ll

pH 6-14

7.361 ml/g

Nickel

pH 6-14

7.964 ml/g

Quecksilber ll

pH 6-11

2.329 ml/g

Zink

pH 6-9

7.149 ml/g

Zinn ll

pH 6-14

3.937 ml/g



Danaol154 ist ein stark alkalische Lösung. Bei der Handhabung sind entsprechende Schutz- und Vorsichtsmassnahmen (Schutzbrille, Gummihandschuhe) zu treffen.

Bedingt durch seine reduzierende Wirkung darf Danaol154 nicht mit oxydierenden Substanzen zusammengebracht werden. Danaol154
ist, ähnlich wie Sulfide, relativ fischtoxisch. Unter Beachtung der vorgängigen beschriebenen Dosiermengen bildet sich eine wasserunlösliche Verbindung, die ausfällt. Eine Gefährdung der Umwelt ist damit ausgeschlossen