Mikroorganismen als Ursache
vieler technischer Probleme
Einleitung
Mikroorganismen, auch Protisten genannt, sind
kleinste, einzellige Lebewesen, die im allgemeinen Stoffkreislauf der Natur
wichtige Aufgaben erfüllen. Zu diesen Mikroorganismen zählen Bakterien, Pilze
und einige Algenarten.
Diese Mikroflora, ist auf Grund ihrer Vielseitigkeit und mikroskopischen Grösse
in der Lage ist (durch ihre komplexen Stoffwechsel), nahezu alle natürlichen,
sowie eine Vielzahl synthetischer Produkte abzubauen oder umzuwandeln.
Diese Eigenschaften dienen vielfach dem Menschen, öfters aber verursachen sie
grosse Probleme und Schäden wie Beeinträchtigung von Produktequalität,
Fäulnis-, Gas- und Geruchsbildung und die Ausscheidung von Biofilmen. Biofilme
sind klebrige, zähe Ablagerungen, die an Oberflächen haften, die anschliessend
zu mikrobiellen Korrosion von Werkstoffen führen.
Wachstumsbedingungen
Das Wachstum der Mikroorganismen ist an das
Vorhandensein von Wasser gebunden.
Bei den Nährstoffen sind viele Mikroorganismen (von Ausnahmen abgesehen)
weitgehend anspruchslos und entfalten sich überall dort wo Nährstoffangebot,
Temperatur, pH-Bedingungen und Sauerstoffgehalt genügend vorhanden sind.
Deshalb sind Wasserkreisläufe, Stapelbecken, Fabrikationswasser usw. ideale
Wachstumsstandorte für die Mikroflora.
Mikrobiell verursachte
Schäden
Geruch
Das häufige Auftreten intensiver Gerüche nach Schwefelwasserstoff, Ammoniak
oder niedere Carbonsäuren ist für eingeengte bzw. geschlossene
Wasserkreisläufe in Wasseraufbereitungsanlagen und technischen
Produktionsprozessen charakteristisch.
Bakterien und Hefen bilden in ihren Zersetzungs- und Gärungsprozessen eine
Vielzahl geruchsintensiver Produkte wie Essig-, Milch-, Buttersäure sowie
Alkohole (wie Butandiol), die in grossen Mengen ausgeschieden werden. In
Extremfällen kann sogar das Endprodukt die Gerüche dieser Säuren annehmen,
sodass es zu Qualitätseinbussen und Beanstandungen führen kann.
Belag bzw. Schleimbildung
Viele Bakterien sind von Kapseln oder schleimartigen Substanzen, bestehend aus
Polysacchariden oder Polypeptiden, umgeben. Diese klebrigen und quellfähigen
Verbindungen ermöglichen die Haftung von organischen und anorganischen
Schwebstoffen. Das Resultat ist der schichtenweise Aufbau von schleimigen
Ablagerungen auf festen Oberflächen.
Weiter gibt es Organismen mit einer filamentösen Struktur. Diese bilden Fäden,
Flocken oder fellartige Beläge die zusammen mit den Schwebstoffen im Wasser zu
Ablagerungen, bis hin zu Verkrustungen führen .
Beispiel für Schwebstoffe:
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Organische Art: |
Fette, Harze, allg. lipophile Stoffe |
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Anorganische Art: |
Kalk, Gips, Füllstoffe |
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Bekämpfung von Gerüchen |
Enzypur-3 |
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Bekämpfung von Mikroorganismen |
Danazid IS |
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Bekämpfung von Schleim und Korrosion |
Danazid IS |
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Bekämpfung von Algen |
Danazid Q |
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Produkt |
Wirkung |
pH-Bereich |
Abbaubar |
|
Enzypur-3 |
enzymatischer Abbau geruchs- |
5 bis 9 |
100% |
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Lemosin |
oxydativ, bindet spezifisch |
4 bis 10 |
100% |
|
Danazid IS |
Mikrobizid mit guter Langzeitwirkung |
4 bis 9 |
> 80% |
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Danazid Q |
Mikrobizid mit breitem Wirkungsspektrum |
4 bis 12 |
> 80% |